Batteriespeicher für Balkonkraftwerke
Fünf Marken, 2 Modelle, alle einzeln bestellbar. Preise täglich geprüft.
- Fünf Marken nebeneinander – kein Alleinvertrieb
- Transparente Preise, täglich geprüft
- Hauptgerät oder nur Erweiterungsakku – einzeln bestellbar
Unsere meistverkauften Speicher
Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro Balkonkraftwerk-Speicher- 5,02 kWh, bis 30 kWh erweiterbar
- 5.000 W PV über 4 MPPT
- Bis zu 2.500 W Notstrom
Growatt AURA 5000 AC-Batteriespeicher 5,024 kWh- 5,024 kWh AC-gekoppelt zum Nachrüsten
- 2.500 W laden und entladen
- Notstrom 2.500 W, IP66, unter 25 dB
Marstek Venus E Gen 3.0 AC gekoppeltes Energiespeichersystem 5,12kWh- 5,12 kWh Speicher
- AC-gekoppelt zum Nachrüsten
- 800 W Einspeisung, 2.500 W Off-Grid
Speicher von Anker
Anker SOLIX BP2700 2,7kWh Erweiterungsakku- 2,7 kWh Zusatzkapazität
- LiFePO4-Zellchemie
- Für Anker SOLIX Systeme
Anker SOLIX Solarbank 2 E1600 Pro 1,6 kWh Speicher- 1,6 kWh, modular erweiterbar
- Bis 2.400 W PV-Eingang
- Plug & Play für Balkon
Anker Solix 3 Solarbank Pro E2700 Balkonkraftwerk-Speicher- 2,7 kWh, modular erweiterbar
- KI-optimiertes Energiemanagement
- IP65 für Außenmontage
Anker SOLIX BP5000 5,0 kWh Erweiterungsakku- 5,0 kWh Zusatzkapazität
- LiFePO4-Zellchemie
- Für Anker SOLIX Systeme
Anker SOLIX BP7000 7,0 kWh Erweiterungsakku- 7,0 kWh Zusatzkapazität
- LiFePO4, 10.000 Ladezyklen
- Für die Solarbank Max AC
Anker SOLIX Solarbank 4 E5000 Pro Balkonkraftwerk-Speicher- 5,02 kWh, bis 30 kWh erweiterbar
- 5.000 W PV über 4 MPPT
- Bis zu 2.500 W Notstrom
Anker SOLIX Solarbank Max AC 7 kWh AC-Heimspeicher- 7 kWh, bis 42 kWh erweiterbar
- 3.500 W bidirektional, AC-gekoppelt
- 3.680 W Notstrom, IP66
Speicher von Marstek
Marstek Saturn B2500-D Balkonkraftwerk Speicher 2,24 kWh- 2,24 kWh Speicher
- 2 MPPT, bis 1.600 W PV
- IP65, 10 Jahre Garantie
Marstek Venus A Erweiterungsbatterie 2,12kWh- 2,12 kWh Zusatzkapazität
- Für das Marstek Venus A System
- Einfache Speichererweiterung
Marstek Jupiter C Plus Erweiterungsakku 2,56 kWh- 2,56 kWh Zusatzspeicher
- LiFePO4-Zellchemie
- Für das Jupiter C+ System
Marstek Jupiter C Plus 2,56 kWh All-in-One Balkonspeicher- 2,56 kWh All-in-One Speicher
- 4 MPPT für direkte Modulanbindung
- 800 W On-Grid Ausgang
Marstek Venus A 2,12 kWh All-in-One Batteriespeicher Balkonkraftwerk- 2,12 kWh, bis 12,72 kWh erweiterbar
- 4 MPPT, bis 2.400 W PV
- 1.200 W Notstrom, Plug & Play
Marstek Venus D Erweiterungsakku 2,56 kWh- 2,56 kWh Zusatzkapazität
- Für das Marstek Venus D System
- Einfache Speichererweiterung
Marstek Venus D Hauptgerät mit 2.2kW AC-Kopplung- 2,2 kW AC-Kopplung
- 4 MPPT, bis 4.000 W PV
- All-in-One für Balkonkraftwerke
Marstek Venus E Gen 3.0 AC gekoppeltes Energiespeichersystem 5,12kWh- 5,12 kWh Speicher
- AC-gekoppelt zum Nachrüsten
- 800 W Einspeisung, 2.500 W Off-Grid
Speicher von EcoFlow
EcoFlow STREAM Ultra 1,92 kWh All-in-One Speicher- 1,92 kWh, bis 12 kWh erweiterbar
- 4 MPPT PV-Eingang
- All-in-One Plug & Play
EcoFlow STREAM Pro 1,92 kWh All-in-One Speicher- 1,92 kWh All-in-One Speicher
- Bis 1.500 W PV über 3 MPPT
- Plug & Play
EcoFlow Stream Ultra X- 3,84 kWh, bis 23 kWh erweiterbar
- Bis 2.300 W AC-Ausgang
- 2.000 W Solar über 4 MPPT
Speicher von Growatt
Growatt Speicher NOAH 2000- 2,048 kWh, bis 8,192 kWh erweiterbar
- Bis 1.800 W PV über 2 MPPT
- IP66, über 6.000 Zyklen
Growatt AURA 5000 AC-Batteriespeicher 5,024 kWh- 5,024 kWh AC-gekoppelt zum Nachrüsten
- 2.500 W laden und entladen
- Notstrom 2.500 W, IP66, unter 25 dB
Welcher Balkonkraftwerk-Speicher passt zu dir?
AC oder DC, 2 oder 5 kWh, mit oder ohne Notstrom: Vier Entscheidungen bestimmen, ob sich ein Speicher für dich rechnet. Hier stehen sie in der Reihenfolge, in der du sie treffen solltest, samt der Fehler, die uns in der Beratung am häufigsten begegnen.
AC oder DC: die Entscheidung, die alles andere bestimmt
Es gibt zwei Bauarten, und sie unterscheiden sich nicht in Nuancen, sondern grundlegend.
DC-gekoppelt heißt: Der Speicher sitzt zwischen den Solarmodulen und dem Wechselrichter. Die Modulkabel gehen per MC4 in den Speicher hinein, aus dem Speicher geht ein Kabel weiter zum Mikrowechselrichter. Der Solarstrom bleibt bis zur letzten Umwandlung Gleichstrom, das spart einen kompletten Wandlungsschritt. In diese Gruppe fallen der Growatt NOAH 2000, der Marstek B2500-D, die Anker Solarbank-Reihe und die EcoFlow-STREAM-Modelle.
AC-gekoppelt heißt: Der Speicher hängt an einer normalen Schuko-Steckdose, hinter deinem bestehenden Wechselrichter. Er misst über ein Smart Meter, was im Haushalt gerade gebraucht wird, und speist entsprechend ein. Für die Ladung wandelt er Wechselstrom zurück in Gleichstrom, beim Entladen wieder zurück. In diese Gruppe fallen der Marstek Venus E Gen 3.0, der Growatt AURA 5000 und die Hoymiles HiBattery 1920 AC.
Der Wirkungsgrad-Unterschied wird in Foren gern überschätzt. Die HTW Berlin hat 2026 bei einem direkten Vergleichspaar nur wenige Zehntel Prozentpunkte Differenz bei den Umwandlungsverlusten gemessen. In der Praxis liegen beide Bauarten grob zwischen 82 und 92 Prozent Round-Trip-Wirkungsgrad, und die Streuung innerhalb einer Bauart ist größer als die zwischen den Bauarten.
Was wirklich entscheidet
Nimm DC, wenn du eine neue Anlage aufbaust oder dein bestehendes Balkonkraftwerk deutlich mehr Module hat als der 800-Watt-Wechselrichter durchlässt. Ein 2.000-Wp-Set mit 800-Watt-Wechselrichter wird an guten Tagen stundenlang abgeregelt. Ein DC-Speicher fängt genau diesen abgeschnittenen Teil ab, der sonst physikalisch gar nicht erst erzeugt wird. Das ist der größte, am seltensten erwähnte Vorteil der DC-Kopplung.
Nimm AC, wenn du eine bestehende Anlage hast und nichts anfassen willst, wenn du eine Dach-PV nachrüstest, oder wenn du den Speicher auch aus dem Netz laden möchtest. AC-Speicher sind außerdem herstellerunabhängig: Sie funktionieren mit jedem Wechselrichter, weil sie mit ihm gar nicht kommunizieren müssen.
Was 2026 rechtlich gilt
Seit dem 1. März 2026 gilt die überarbeitete VDE-AR-N 4105:2026-03. Für Speicherbesitzer ist das die wichtigste Änderung seit Jahren, denn steckerfertige Speicher sind darin erstmals überhaupt geregelt. Vorher bewegten sie sich in einer Grauzone, in der jeder Netzbetreiber seine eigene Auslegung hatte.
Was jetzt gilt:
- 800 Voltampere sind die Obergrenze, und zwar für alles zusammen, was aus deiner Anlage ins Hausnetz geht. Wenn dein Speicher 2.500 Watt könnte, muss er im netzgekoppelten Betrieb trotzdem auf 800 begrenzt sein. Alle Geräte in dieser Kollektion werden ab Werk so ausgeliefert.
- Die Anmeldung beim Netzbetreiber entfällt. Es bleibt die Registrierung im Marktstammdatenregister, spätestens einen Monat nach Inbetriebnahme. Das dauert online rund fünf Minuten und ist kostenlos.
- Der Schuko-Stecker ist normativ erlaubt. Der jahrelange Streit um Wieland-Steckdosen ist damit für Anlagen in diesem Rahmen erledigt.
- Selbst anschließen ist zulässig, solange der Speicher per Stecker betrieben wird. Sobald du fest im Zählerschrank verdrahtest, etwa um die vollen 2.500 Watt eines Venus E oder einer Solarbank 4 Pro zu nutzen, braucht es eine eingetragene Elektrofachkraft. Das ist keine Formalie, sondern § 13 Abs. 2 NAV, und eine Eigenmontage kostet dich Garantie und Versicherungsschutz.
Und ja, die Registrierung ist keine Empfehlung. Fehlt sie, sind theoretisch Bußgelder bis in den fünfstelligen Bereich möglich. Wir legen jeder Lieferung eine bebilderte Schritt-für-Schritt-Anleitung bei.
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Wie groß? Die Faustformel, die tatsächlich funktioniert
Die meisten Kaufberatungen rechnen Speichergröße aus dem Jahresverbrauch. Das ist für Balkonkraftwerke die falsche Rechnung, weil die 800-Watt-Grenze eine harte Obergrenze setzt, wie schnell der Speicher überhaupt leer werden kann.
Rechne stattdessen so:
- Nimm deinen Jahresverbrauch und teile ihn durch 365. Ein Zwei-Personen-Haushalt mit 2.500 kWh landet bei knapp 7 kWh am Tag.
- Schätze den Anteil außerhalb der Sonnenstunden. Bei den meisten Haushalten sind das 50 bis 60 Prozent, also rund 3,5 bis 4 kWh.
- Ziehe ab, was dein Balkonkraftwerk abends ohnehin noch direkt liefert. Bleiben grob 3 kWh, die ein Speicher überbrücken müsste.
Daraus ergeben sich drei realistische Klassen:
1,6 bis 2,2 kWh passt zu Single- und Paarhaushalten mit einer Grundlast von 100 bis 200 Watt. Der Speicher trägt die Nacht und ist morgens leer, was betriebswirtschaftlich genau richtig ist: ein Akku, der nie ganz leer wird, hat Kapazität, für die du bezahlst, die du aber nie nutzt.
2,5 bis 2,7 kWh ist die Klasse für Familien mit klassischem Abendverbrauch. Das ist bei unseren Kunden mit Abstand die meistverkaufte Größe.
4 bis 5,1 kWh ergibt Sinn ab etwa 4.000 kWh Jahresverbrauch, bei Wärmepumpe, E-Auto oder Homeoffice mit Serverbetrieb. Und immer dann, wenn du den Speicher auch aus dem Netz laden willst.
Nulleinspeisung: was es bringt und was es kostet
Nulleinspeisung klingt nach Verzicht, ist aber das Gegenteil. Ein Messgerät im Zählerschrank meldet dem Speicher sekündlich, wie viel Strom dein Haushalt gerade zieht. Läuft nur der Kühlschrank mit 80 Watt, gibt der Speicher exakt 80 Watt ab. Ohne diese Messung arbeitet ein Speicher blind und speist pauschal ein, was zwangsläufig zu Überschuss führt, den du wieder verschenkst.
Praktisch brauchst du dafür einen der gängigen Zähler: Shelly Pro 3EM, Shelly EM Gen3, den Marstek CT002 oder CT003, einen HomeWizard P1 oder einen Everhome EcoTracker. Was dein Speicher unterstützt, steht bei uns in jeder Produktbeschreibung. Passende Geräte findest du unter Smart Meter und Energiemesser.
Notstrom: wer es wirklich braucht
Ein Teil der Speicher hier hat eine Notstromfunktion, ein anderer nicht. Der Unterschied ist größer, als es auf dem Datenblatt aussieht.
Ohne Notstrom bedeutet: Fällt das Netz aus, schaltet sich auch dein Speicher ab. Er braucht ein anliegendes Netz als Taktgeber und gibt selbst dann keine Energie mehr ab, wenn er voll ist. Das betrifft den Marstek Jupiter C+, den B2500-D und den Growatt NOAH 2000.
Mit Notstrom bedeutet in aller Regel: Es gibt eine separate Steckdose oder einen eigenen Ausgang am Gerät. Was dort eingesteckt ist, läuft weiter. Der Rest der Wohnung bleibt dunkel. Von einer automatischen Vollversorgung des Haushalts sind diese Geräte weit entfernt, dafür bräuchte es eine Umschaltbox vom Elektriker.
Was die Geräte in dieser Kollektion leisten:
| Speicher | Notstrom | Umschaltzeit |
|---|---|---|
| Anker Solarbank 3 Pro | 1.200 W | automatisch |
| Anker Solarbank 4 E5000 Pro | 2.500 W | ca. 10 ms |
| Marstek Venus A | 1.200 W, kurzzeitig 1.440 W | automatisch |
| Marstek Venus E Gen 3.0 | 2.500 W | automatisch |
| Hoymiles HiBattery 4020 X | 2.500 W, <0,2 s | unter 0,2 s |
| Growatt AURA 5000 | 2.500 W, Peak 3,5 kVA | unter 20 ms |
| EcoFlow STREAM Ultra X | bis 2.300 W über zwei AC-Steckdosen | automatisch |
Ehrliche Einordnung: In Deutschland liegt die durchschnittliche Unterbrechungsdauer pro Haushalt und Jahr im Minutenbereich. Notstrom ist kein wirtschaftliches Argument, sondern ein Komfort- und Sicherheitsargument. Sinnvoll ist es, wenn du eine Gasheizung mit Steuerplatine hast, die ohne Strom nicht läuft, wenn du auf medizinische Geräte angewiesen bist oder wenn im Keller eine Hebeanlage steht. Für alle anderen: schön zu haben, aber kein Grund, deutlich mehr auszugeben.
Aus dem Netz laden: der zweite Erlöspfad
Das ist die Funktion, die die Wirtschaftlichkeitsrechnung am stärksten verändert, und die in den meisten Kaufberatungen fehlt.
Ein Speicher, der aus dem Netz laden kann, ist nicht mehr nur ein Solarspeicher. In Kombination mit einem dynamischen Stromtarif (Tibber, Ostrom, Rabot und andere) lädt er nachts zu Börsenpreisen, die an guten Tagen bei drei bis acht Cent liegen, und entlädt tagsüber in die teuren Stunden. Das funktioniert auch im Dezember, wenn die Module kaum etwas liefern, und macht damit genau die Monate produktiv, in denen ein reiner Solarspeicher stillsteht.
Kann Netzladen: Anker Solarbank 3 Pro und 4 Pro, Marstek Venus A, Venus D, Venus E Gen 3.0, Hoymiles HiBattery 4020 X, Growatt AURA 5000, EcoFlow STREAM Ultra X.
Kann es nicht: Marstek Jupiter C+, Marstek B2500-D, Growatt NOAH 2000.
Das ist übrigens kein Mangel bei den Geräten ohne Netzladung, sondern eine bewusste Auslegung. Weil der Strom nur einmal gewandelt wird, sind die Verluste geringer und der Preis pro Kilowattstunde Speicherkapazität deutlich niedriger. Wer keinen dynamischen Tarif hat und auch keinen will, fährt mit einem reinen Solarspeicher wirtschaftlich oft besser.
Rechnet sich das? Ehrlich gerechnet
Wir verkaufen Speicher. Trotzdem hier die Zahlen ohne Beschönigung, weil eine enttäuschte Erwartung teurer ist als ein nicht verkaufter Akku. (Stand der Marktzahlen: September 2026)
Die Größe, auf die es ankommt, ist der Preis pro Kilowattstunde. 2026 liegt der Marktdurchschnitt für Heimspeicher bei etwa 315 Euro pro kWh, mit einer Spanne von rund 270 bis 400. Gegenüber 2023 ist das ein Rückgang um gut ein Drittel. Bei Balkonkraftwerk-Speichern reicht die Spanne weiter: kleine Grundgeräte mit integriertem Wechselrichter landen umgerechnet über 400 Euro pro kWh, große AC-Speicher wie der Venus E Gen 3.0 kommen auf unter 250.
Die zweite Größe ist der Durchsatz. Ein Speicher verdient nur an den Kilowattstunden, die tatsächlich durch ihn hindurchgehen. Rechne mit 200 bis 300 Vollzyklen im Jahr, wenn die Anlage passend dimensioniert ist. Bei 2,5 kWh nutzbarer Kapazität sind das 500 bis 750 kWh im Jahr. Bei 35 Cent Strompreis und rund 87 Prozent Wirkungsgrad ergibt das eine Ersparnis von grob 150 bis 230 Euro pro Jahr.
Daraus folgt: Ein Speicher in der 2,5-kWh-Klasse für 800 bis 1.000 Euro amortisiert sich in vier bis sechs Jahren. Die Herstellergarantien liegen bei zehn Jahren, die Zellen sind auf 6.000 Zyklen und mehr ausgelegt. Es geht auf, aber deutlich langsamer als beim Balkonkraftwerk ohne Speicher, das sich oft schon nach zweieinhalb Jahren trägt.
Wer einen dynamischen Tarif nutzt und den Speicher auch im Winter durcharbeiten lässt, verdoppelt den Durchsatz und landet bei drei bis vier Jahren. Das ist der Punkt, an dem ein Speicher wirklich attraktiv wird.
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Winterbetrieb: der unterschätzte Punkt
LiFePO4-Zellen dürfen unter null Grad nicht geladen werden. Ohne Gegenmaßnahme bedeutet das: Der Speicher stellt in Frostnächten den Ladebetrieb ein und nimmt am nächsten Morgen erst wieder Strom an, wenn er sich aufgewärmt hat. Genau in der Jahreszeit, in der jede Kilowattstunde zählt.
Deshalb ist die Selbstheizung ein echtes Kaufkriterium, kein Marketing-Feature. Growatt NOAH 2000 und AURA 5000 heizen die Zellen vor dem Laden automatisch vor und starten laut Hersteller bis minus 30 Grad. EcoFlow STREAM Ultra und Ultra X haben eine Batterieheizung bis minus 20 Grad. Der Energiebedarf für einen Heizvorgang liegt im Bereich weniger Wattstunden und fällt in der Jahresbilanz nicht ins Gewicht.
Hauptgerät oder Erweiterungsakku?
In dieser Kollektion stehen beide nebeneinander, und die Verwechslung ist der häufigste Fehlkauf im Speicherbereich.
Ein Hauptgerät enthält Batterie, Batteriemanagement, MPPT-Laderegler, Steuerung und je nach Bauart einen Wechselrichter. Es ist allein betriebsfähig.
Ein Erweiterungsakku ist eine reine Batterie. Kein Wechselrichter, keine PV-Eingänge, keine App-Steuerung. Er funktioniert ausschließlich am passenden Hauptgerät derselben Modellfamilie und erhöht dort nur die Kapazität, nicht die Leistung. Ein Anker BP2700 an einer Marstek-Anlage ist ein teurer Briefbeschwerer.
Die gute Nachricht: Modular kaufen ist fast immer die klügere Strategie. Fang mit einer Grundeinheit an, betreib sie eine Heizperiode lang, schau in die App, wie oft der Speicher tatsächlich leer wird, und rüste dann gezielt nach. Das kostet einmalig nichts extra und schützt dich vor der teuersten Fehlentscheidung, nämlich zu großer Kapazität.
Die Marken, ehrlich eingeordnet
Wir führen alle fünf Marken als Händler und haben bei keiner eine Vorzugsmarge. Deshalb hier eine Einschätzung, die dir auch sagt, wo die Schwächen liegen.
Anker SOLIX ist das durchdachteste Ökosystem. Die App ist die beste im Feld, die KI-Steuerung mit Wetterprognose und Tarifanbindung arbeitet zuverlässig, die Verarbeitung ist über jeden Zweifel. Dafür zahlst du einen Aufpreis pro Kilowattstunde. Die Solarbank 4 E5000 Pro ist mit 5 kWh, 5.000 Watt PV-Eingang und 2.500 Watt Notstrom das Flaggschiff der Kategorie. Wer weniger braucht, ist mit der 3 Pro deutlich günstiger unterwegs.
Marstek hat den mit Abstand besten Preis pro Kilowattstunde. Der Venus E Gen 3.0 mit 5,12 kWh unterbietet fast alles am Markt, ist über Modbus TCP lokal ansprechbar und lässt sich sauber in Home Assistant einbinden. Der Gegenwert: Software und Support sind nicht auf Anker-Niveau, Firmware-Updates kommen unregelmäßig. Für technikaffine Nutzer, die selbst gern schrauben, ist Marstek die rationalste Wahl.
EcoFlow baut die kompaktesten All-in-One-Geräte mit der stärksten Nulleinspeisungsregelung. Die STREAM-Serie hat vier MPPTs schon im mittleren Modell und eine Selbstheizung serienmäßig. Einschränkung, die man kennen sollte: Ein Teil der KI-Funktionen hängt an einem kostenpflichtigen App-Abo.
Hoymiles ist der naheliegende Griff, wenn in deinem Balkonkraftwerk schon ein Hoymiles-Wechselrichter hängt, weil alles in derselben S-Miles-Home-App landet. Die HiBattery 4020 X ist technisch das offenste System der ganzen Kollektion: MQTT-Protokoll, Anbindung an Shelly und Everhome, über 8.000 Ladezyklen, IP66 und ein integriertes Aerosol-Löschsystem.
Alle Hoymiles HiBattery Speicher
Growatt kommt als etablierter Wechselrichterhersteller aus der großen Photovoltaik und bringt das in beiden Modellen mit. Der NOAH 2000 ist der pragmatischste DC-Speicher am Markt: kein Netzladen, kein Notstrom, dafür ein sehr niedriger Preis pro Kilowattstunde und eine Heizfolie, die ihn ganzjährig einsatzfähig hält. Der AURA 5000 ist das Gegenstück auf der AC-Seite mit 5 kWh und 2.500 Watt Notstrom.
Die fünf Fehler, die wir am häufigsten sehen
- Speicher zu groß gekauft. Kapazität, die nie gefüllt wird, ist totes Geld. Lieber klein anfangen und erweitern.
- Erweiterungsakku statt Hauptgerät bestellt. Ein Erweiterungsakku läuft ohne das passende Hauptgerät nicht, auch nicht ansatzweise.
- Nulleinspeisung ohne Messgerät erwartet. Ohne Smart Meter oder Lesekopf regelt kein Speicher verbrauchsgenau. Rechne das Messgerät von Anfang an mit ein.
- DC-Speicher gekauft, ohne die Wechselrichter-Kompatibilität zu prüfen. Spannungsbereich und Anlaufspannung müssen zusammenpassen.
- Registrierung im Marktstammdatenregister vergessen. Fünf Minuten Aufwand, potenziell teure Folgen.
Noch unsicher? Schick uns dein Wechselrichtermodell, deinen Jahresverbrauch und die Modulanzahl. Wir sagen dir, welcher Speicher passt, und auch, wenn keiner passt. Wir haben schon Kunden vom Kauf abgeraten, weil ihr Verbrauchsprofil es nicht hergegeben hat. Das ist auf Dauer besser für beide Seiten als ein Akku, der im Keller Staub ansetzt.
Mo bis Fr, 9 bis 17 Uhr, direkt durchgestellt.
Antworten zu Batteriespeichern
Lohnt sich ein Speicher für mein Balkonkraftwerk?
Das hängt fast vollständig davon ab, wann du Strom verbrauchst. Ohne Speicher liegt der Eigenverbrauch typischerweise bei 30 bis 40 Prozent, mit Speicher bei 60 bis 80. Wer tagsüber außer Haus ist und abends kocht und wäscht, holt am meisten heraus. Wer im Homeoffice sitzt, hat auch ohne Akku schon einen hohen Direktverbrauch und amortisiert einen Speicher entsprechend langsamer.
Was ist der Unterschied zwischen AC- und DC-gekoppelten Speichern?
Ein DC-Speicher sitzt zwischen Solarmodulen und Wechselrichter und speichert Gleichstrom direkt. Ein AC-Speicher hängt an einer Steckdose hinter dem Wechselrichter. DC ist bei Neuanlagen und stark abgeregelten Anlagen im Vorteil, AC beim Nachrüsten und wenn du auch aus dem Netz laden willst.
Kann ich einen Speicher an mein bestehendes Balkonkraftwerk nachrüsten?
Ja, in den meisten Fällen ohne Elektriker. Bei einem AC-Speicher steckst du das Gerät in eine freie Schuko-Steckdose. Bei einem DC-Speicher trennst du die Modulkabel vom Wechselrichter, führst sie in den Speicher und verbindest dessen Ausgang mit dem Wechselrichter. Prüfe vorher den zulässigen Spannungsbereich deines Wechselrichters.
Wie groß sollte der Speicher sein?
Als Faustregel: die Strommenge, die du außerhalb der Sonnenstunden verbrauchst. Für Single- und Paarhaushalte sind das meist 1,6 bis 2,2 kWh, für Familien 2,5 bis 2,7 kWh. Über 4 kWh lohnen sich vor allem bei hohem Verbrauch, Wärmepumpe oder E-Auto, oder wenn du den Speicher auch aus dem Netz laden willst.
Muss ich den Speicher anmelden?
Der Speicher wird zusammen mit der Anlage im Marktstammdatenregister eingetragen, spätestens einen Monat nach Inbetriebnahme. Eine separate Anmeldung beim Netzbetreiber entfällt seit der VDE-AR-N 4105:2026-03, solange die Einspeiseleistung 800 Voltampere nicht übersteigt.
Gilt die 800-Watt-Grenze auch für den Speicher?
Ja, und zwar für alles zusammen. Was aus deiner Anlage ins Hausnetz geht, darf 800 Voltampere nicht überschreiten, unabhängig davon, ob der Strom gerade vom Modul oder aus dem Akku kommt. Alle Geräte hier werden entsprechend begrenzt ausgeliefert. Für mehr Leistung braucht es einen Festanschluss durch eine Elektrofachkraft.
Brauche ich ein Smart Meter?
Für den Grundbetrieb nicht. Für eine verbrauchsgenaue Abgabe schon. Ohne Messgerät speist der Speicher pauschal ein und du verschenkst weiterhin Überschuss. Kompatibel sind je nach Modell Shelly Pro 3EM, Shelly EM Gen3, Marstek CT002 und CT003, HomeWizard P1 und Everhome EcoTracker.
Kann ich Marken mischen, z. B. Anker-Speicher mit Hoymiles-Wechselrichter?
Bei AC-gekoppelten Speichern ja, die sind praktisch herstellerunabhängig. Bei DC-gekoppelten musst du prüfen, ob Spannungsbereich und Anlaufspannung zueinander passen. All-in-One-Systeme mit integriertem Wechselrichter brauchen ohnehin keinen zweiten und sind an ihre eigene Modellfamilie gebunden.
Welche Speicher haben Notstrom?
Anker Solarbank 3 Pro und 4 Pro, Marstek Venus A und Venus E Gen 3.0, Hoymiles HiBattery 4020 X, Growatt AURA 5000 und EcoFlow STREAM Ultra X. Der Notstrom steht dabei immer nur an einem separaten Ausgang zur Verfügung, nicht in der ganzen Wohnung.
Funktioniert der Speicher im Winter?
Grundsätzlich ja, aber unter null Grad dürfen LiFePO4-Zellen nicht geladen werden. Geräte mit Selbstheizung wärmen die Zellen automatisch vor. Ohne Heizung pausiert der Ladevorgang bei Frost. Die Erträge sind im Winter ohnehin niedrig, deshalb ist das für viele verkraftbar.
Was ist der Unterschied zwischen Hauptgerät und Erweiterungsakku?
Das Hauptgerät bringt Steuerung, Laderegler und meist den Wechselrichter mit und läuft allein. Ein Erweiterungsakku ist nur eine Batterie und funktioniert ausschließlich am passenden Hauptgerät derselben Familie. Er erhöht die Kapazität, nicht die Leistung.
Wie lange hält so ein Speicher?
Die verbauten LiFePO4-Zellen sind auf 6.000 Ladezyklen und mehr ausgelegt, einzelne Modelle auf über 8.000. Bei 250 Vollzyklen im Jahr entspricht das rechnerisch mehr als 20 Jahren. Die Herstellergarantien liegen bei den meisten Geräten hier bei zehn Jahren.